Ich kann dich nicht hören

Egal was du sagst,
egal was du tust.
Ich bin in mir gefangen.
Und finde keinen Weg hinaus.

Ich schreie,
scheinbar um mich zu beschützen.
Aber vor was?
Ich denke ich höre dich,
aber es sind nur meine Filter.

Du sagst: „Du hörst nur dein Echo“
und alles was ich höre ist,
was ich schon immer gehört habe.
Du sagst: „Du siehst mich nicht“.
und wieder höre ich nur: „Du bist nicht gut genug“.

Du siehst mich, aber das will ich nicht sehen.
Weil dann kann ich mich nicht länger verstecken,
Vor all den unangenehmen Gefühlen,
die damit einhergehen,
sich wirklich zu sehen.

So gerne würde ich mich wieder in meiner Echokammer verkriechen.
Mit einem „aber du“ zurück in die Defensive flüchten.
Nicht zu fühlen, dass ich mal zu schwach war.
Zu schwach um mich zu verteidigen,
zu schwach um mich zu schützen,
zu schwach um Grenzen zu setzen.

Aber es ist Zeit.
Zeit zu erkennen,
dass ich schon lange nicht mehr schwach bin.
dass keine wahre Gefahr mehr droht.
dass ich mich nicht vor dir beschützen muss.
dass es nie um Kämpfen, Gewinnen oder Verlieren ging.
dass ich Frieden nur in mir finden kann, wenn ich die Waffen niederlege.

Ich konnte dich nicht hören.
Und deshalb musste ich schreien.
Aber erst wenn ich erkenne,
dass es keinen Grund gibt zu schreien,
wenn ich die Stille in mir selbst hören kann,
hab ich eine Chance, dich wirklich zu hören.

Selbst zu erkennen, dass ich unnötig schreie
war mir nicht möglich.
Ich sah deinen Spiegel, und dachte, das wärst du.
Doch es braucht ein Dorf, auch für Beziehungen.
Andere Menschen, andere Perspektiven.

Stimmen, die wir durchlassen
durch all unsere Schutzschilde direkt in unser Herz.
Stimmen die uns zuflüstern: „Alles ist gut“.
Stimmen von damals.
Stimmen von heute.
Stimmen aus dem Schatten.
Stimmen aus dem Licht.
Alle Stimmen wie Fraktale, durch die das Licht sich bricht.

Damit eine Stimme mich wirklich erreicht,
und ich lernen kann,
wieder wahrhaftig zu hören.
wieder wahrhaftig zu sehen.
Nicht, um endlich zu lernen, in Verbindung zu sein.
Sondern zu erkennen, dass wir nie wirklich getrennt waren.

Ich kann dich nicht hören
Markiert in:         

Elisabeth Demeter

Wenn du das Gefühl hast, dass du es nicht alleine machen möchtest oder kannst, wende dich gerne an mich. Ich unterstütze Menschen, die sich verloren und hilflos fühlen, dabei, durch die Verbindung mit der Natur, Körperbewusstsein und einen systemischen Ansatz ihre innere Stimme wiederzufinden und ihr zu folgen. Wenn das mit dir resoniert, melde dich bei mir (), und wir schauen gemeinsam, ob ich dich in irgendeiner Weise unterstützen kann – entweder selbst oder indem ich dich an jemanden weiterverweise, der besser zu dir passt.

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