Im Zuge eines Blogging Events von Judith Peters, dem Blogtoberfest, wurde ich mit der Idee konfrontiert, einen „persönlichen“ Blogbeitrag zu schreiben, in dem ich eine Art bucket-list (eine „to-want“ Liste) für das nächste Quartal aufliste und warum.
Warum ich keine to-want Liste schreibe
Sie lädt dabei ein, statt einer „to-do“-Liste eine „to-want“-Liste zu schreiben, was ein spannender Ansatz ist, unser Hirn neu zu verkabeln. Ich rede oft davon, wie ausschlaggebend es ist, welche Worte wir nutzen, weil sie Auswirkungen darauf haben, wie wir uns tatsächlich fühlen. Und dennoch ist da so ein komisches Gefühl. Als würden wir nur das ganze schönreden, aber an der Wurzel nichts ändern. Je mehr ich mich mit der Frage jedoch auseinander gesetzt habe, wurde aus der „to-want“-Liste eine „want“- und dann eine Wunsch-Liste.
Es nimmt den Druck heraus, irgendwas erledigen zu müssen. Es ist im Grunde das, was ich ohne Struktur oder Namen schon die ganze Zeit mache, nur bisher nie hier veröffentlicht habe.
Die Energie dahinter
Manche mögen jetzt sagen, dass das zu wenig zielorientiert ist, und dass da mehr Kraft dahinter sein muss. Aber das ist die Energie, die an so vielen Stellen auch in der Coaching Szene vorherrscht, und die sich für mich sehr nach einer männlichen Energie anfühlt. Selbst „Wunsch“ fühlt sich noch fordernd, oder Ego-getrieben an.
Eine mehr weibliche Herangehensweise wäre es, all diese Dinge einzuladen. Im Grunde sind es Dinge, die Teil meines Visions-Bildes sind, das sowohl langfristigere als auch kurzfristigere Ideen beinhaltet. Gleichzeitig weiß ich nie, was das Leben von mir haben will, und wozu ich aufgerufen werde, zu dienen.
Meine Wünsche
Bauprojekt: Haupthaus „Frankie“
- Die Terrassenbretter bei meinem Haus fertig anschrauben [erledigt]
- Den Boden im Abstellraum einebnen [erledigt]
- Den Holzboden im Vorzimmer legen und fixieren
All das würde mich ein bisschen mehr dazu bringen, mich wirklich mal in meinem nicht mehr wirklich neuen Zuhause noch ein bisschen mehr angekommen zu fühlen, anstatt auf einer Baustelle zu leben, wie ich es die letzten vier Jahre gemacht habe.
Bauprojekt: Holzhütte
- Verputzen der Holzhütte
- Terrasse montieren
- Strom, Wasser und Abwasser anschließen lassen
Der Wunsch, die Holzhütte soweit nutzbar zu machen hängt vor allem damit zusammen, meiner Vision eines Naturklosters, das auf diesem kleinen Stückchen Zufluchtsort entstehen will, einen Schritt näher zu kommen.
Business
- Gewerbeschein zum Lebens- und Sozialberater lösen
Sobald ich diesen Schein in der Hand halte, kann ich noch aktiver auf Menschen zugehen, um meine Dienste, psychosoziale Beratung in und mit Verbindung zur Natur und all den Wesen um uns herum, anzubieten.
- Blog aufräumen
Nachdem ich meinen Blog so viele Jahre so stiefmütterlich behandelt habe, möchte ich ihn nicht nur mit neuen Beiträgen, sondern auch mit neuem Leben füllen. Alles soll klarer verständlich und leichter auffindbar werden.
- Substack beleben
Zusätzlich zu meinem Blog hier auf followyourwildheart.org will ich meine Beiträge (auch die bereits bestehenden) auch auf Substack veröffentlichen, um besser von all jenen Menschen gefunden zu werden, die sich von mir angesprochen fühlen.
Privates
- Ein Kleid nähen
Seit Ewigkeiten möchte ich ein Kleid nach einem ganz speziellen Muster nachnähen. Genau wie mein letztes größeres Nähprojekt, wo ich einen Rock nur mit der Hand und Nähnadel und Faden genäht habe, soll auch dieses Kleid mit dieser Zufriedenheit aufgeladen werden, die ich empfinde, wenn ich mit meinen Händen auf meine Art und Weise etwas kreatives Schaffe – auch wenn es viele andere für Verrückt halten.
- isiZulu lernen
Meine neu gewonnene Liebe für Südafrika und die Zulu Kultur inspiriert mich dazu, auch die Sprache weiter zu vertiefen. Neben meinem Duolingo-Streak (ja, es gibt auch Zulu auf Duolingo) möchte ich auch einen Kurs finden, wo ich intensiver in die Sprache und Kultur eintauchen kann.
- Geschenke erkennen und annehmen
Ich gebe gerne. Annehmen fällt mir da schon schwerer. Und überhaupt erst zu erkennen, welche Geschenke mir täglich in jedem Moment angeboten werden, und diese auch ohne schlechtes Gewissen oder sonstigen negativen Gedanken anzunehmen ist gerade jetzt ein besonderer Fokus in meinem Leben.
Naturverbindung
- mehrmals wöchentlich draußen schlafen
Nachdem ich Anfang August vom letzten Wild Moon zurückgekommen bin, bin ich langsam aber stetig wieder immer mehr zur Stuben-Schläferin geworden. Obwohl ich ganz genau weiß, wie gut es mir für meine Erdung und mein Verbindungsgefühl tut, draußen zu schlafen. Ich werde also mein Draußen-Bett wieder abstauben, meinen warmen Schlafsack auspacken, und regelmäßig, wenn nicht sowieso täglich draußen schlafen.
- Kommunikation mit Neophyten auf meinem Platz
Auch ich habe leider einige Pflanzen, vor allem Neophyten, die sich sehr ungezähmt in meinem Garten ausbreiten. Weil aber einfach Wegschneiden nichts bringt, und mit Pilzen impfen möglicherweise andere negative Nebenwirkungen bringen könnte, möchte ich die nächste Zeit nutzen, regelmäßig den Kanal zu öffnen, um diesen Wesen zuzuhören und möglicherweise eine andere Lösung zu finden.
- Bowdrill-Feuer für meinen Ofen
Im ersten Winter, den ich in meinem kleinen Häuschen verbracht habe, bin ich ganz motiviert hineingestartet, und habe das Feuer für meinen Holzofen mit dem Feuerbogen entfacht. Da es in der Zivilisation jedoch viel leichter ist, auch an Zündhölzer zu geraten, ist diese Routine ein bisschen eingeschlafen. Um wieder auch die innere Flamme für diese Art des Feuermachens zu füttern, möchte ich zumindest an besonderen Tagen meinen Feuerbogen auspacken.
einfach präsent sein
Ich hab hier nur einige meiner Ideen geteilt, die mir durch den Kopf schwirren, was schön wäre, wenn passiert. Und dennoch geht es in meinem Leben immer mehr darum, vor allem mal präsent zu sein und immer wieder aufs neue zu lauschen, was gerade passieren mag. Und es auch anzunehmen, wenn das Leben etwas völlig anderes mit mir vor hat.
Und wie gehst du deine Lebensgestaltung an? Hast du gerne Listen, die du abhakst? Hilft es dir, klare Ziele zu definieren, und sie genau so umzusetzen? Oder funktionierst du besser, wenn du mit Ideen, Wünschen, oder Intentionen spielst und diese einlädst? Und was will durch dich in dieser kälter und dünkler werdenden Zeit in die manifeste Welt gebracht werden?

Liebe Elisabeth,
den Titel: Wunschliste für die kalte Jahreszeit gefällt mir sehr gut und da ich Teilnehmerin des Blogtoberfest 2025 bin freue ich mich über deine Umsetzung – werde es gerne als Impuls mit aufnehmen. Danke!
♡lichst Tine
P.S.: Werde jetzt öfter mal bei dir vorbei schauen …
Liebe Elisabeth,
vielen Dank für deine wunderbaren Impulse und Reflexionen rund ums Wollen, Wünschen und die Offenheit für das, was das Leben von uns will. Ich resoniere da sehr damit!
Präsent und offen zu sein für das, was gerade WIRKLICH dran ist, ist eine echte Kunst. Ich glaube, es geht im Leben darum, mit genau dieser Achtsamkeit & Intuition mit dem Leben zu Ko-Kreieren!
Deine Wünsche klingen jedenfalls sehr schön & inspirierend und ich wünsche dir von Herzen viel Freude und Erfüllung bei dem, was daraus entsteht! 🌟
Herzliche Grüße
Cornelia
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Liebe Elisabeth
vielen Dank für das Teilen deiner Gedanken! Deine Liste liest sich sehr interessant. Von Hand zu nähen ist eine wunderbare Idee und sehr befriedigend. Ich freue mich zwar darauf, meine neue Nähmaschine kennenzulernen, aber Handarbeit heißt ja nicht ohne Grund so … Ich sticke zum Beispiel sehr gern und kann mir nicht vorstellen, dies jemals mit einer Maschine zu tun.
Ich wünsche dir ein erfolgreiches und glückliches viertes Quartal 2025!
XOXO
Sissi
Liebe Elisabeth,
deine Wünsche klingen wirklich aufregend. Ein Naturkloster? isiZulu lernen? Grossartig. Alle anderen natürlich auch. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Freude bei deinen Vorhaben und viele Geschenke, die du erkennen mögest.
Einen herbstrauscheligen (außer nachts natürlich, wenn du draußen schläfts), farbenfrohen und wunderschönen Herbst für dich.
Liebe Grüße
Marion