Ich kann dich nicht hören

Ich kann dich nicht hören

Egal was du sagst,
egal was du tust.
Ich bin in mir gefangen.
Und finde keinen Weg hinaus.

Ich schreie,
scheinbar um mich zu beschützen.
Aber vor was?
Ich denke ich höre dich,
aber es sind nur meine Filter.

Du sagst: „Du hörst nur dein Echo“
und alles was ich höre ist,
was ich schon immer gehört habe.
Du sagst: „Du siehst mich nicht“.
und wieder höre ich nur: „Du bist nicht gut genug“.

Du siehst mich, aber das will ich nicht sehen.
Weil dann kann ich mich nicht länger verstecken,
Vor all den unangenehmen Gefühlen,
die damit einhergehen,
sich wirklich zu sehen. read more

Du, ich, man, wir

Du, ich, man, wir

Manchen von euch ist es vielleicht aufgefallen, dass ich beim Schreiben meiner Texte zu großen Teilen nicht über dich oder das sehr allgemeine „man“ schreibe. Hie und da erzähle ich eine persönliche Geschichte von mir, um persönlicher und präziser zu werden. Meist jedoch schreibe ich Beobachtungen über „uns“ – als Menschen, als Gesellschaft, als Kultur.

Das kann in manchen Menschen einen Widerstand auslösen, wenn ich über Dinge schreibe, die vielleicht einige Menschen betrifft, aber nicht genau diese Person. Und es stimmt. Dieses „Wir“ kann nie so präzise sein, dass es wirklich ausdrückt, wer damit gemeint ist und wer nicht. Dennoch ist es eine sehr bewusste Entscheidung von mir, in dieser Form zu schreiben. read more

Frosty, mein Gefriertrockner

Frosty, mein Gefriertrockner

Nicht jeder, der Frosty heißt, muss ein Schneemann sein.

„Oh cool, du hast einen Gefriertrockner! Ich hab mir auch schon über legt, mir einen Dörner oder einen Gefriertrockner zu kaufen!“ – Das oder ähnliches war eine häufige Antwort auf meinen „Familienzuwachs“, den ich auf den Impuls einer Freundin „Frosty“ genannt habe.

In den USA/Kanada ist dieses Gerät schon wesentlich weiter verbreitet – vor allem auch wahrscheinlich wegen der großen Prepper-Szene -, aber in Europa – ist es zumindest im Heimgebrauch noch nicht sonderlich bekannt. Meine Vermutung ist, dass es vor allem aufgrund der Größe und des Preises ist. Beides hat die meisten Leute sehr überrascht – mich eingeschlossen. read more

Die Gesichter der Armut

Die Gesichter der Armut

Wie wir Armut anders betrachten und neu definieren können

Auch wenn ich es als Kind manchmal glaubte, war ich nie wirklich finanziell arm. Dadurch hatte ich auch das Privileg, eine umfangreiche Ausbildung zu genießen. Dass ich aber in anderen Bereich verarmt war, hatte ich lange Zeit gar nicht begriffen. Erst schön langsam erkenne ich die unterschiedlichen Gesichter und Formen von Armut, und was sie für Auswirkungen haben. Und dass das Fehlen von etwas und das Haben von etwas anderem nicht automatisch das GefühI auslöst, arm oder reich zu sein.

Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

„Was? Du führst mehrere Stunden täglich Gespräche mit Leuten, die auf der ganzen Welt verteilt sind?“ – Diese Worte eines guten Freundes haben mich nicht losgelassen. Auch wenn es Teil meiner Arbeit ist, wusste ich, dass ich mich mal wieder in einer Sackgasse des Lebens verlaufen hatte. Ich war im Grunde 24/7 erreichbar, und die Folgen dessen waren sichtbar. Deshalb hatte ich direkt nach Weihnachten spontan beschlossen, nach längerer Zeit mal wieder „offline“ zu gehen. Ich wollte zumindest einen Tag lang für andere nicht erreichbar sein und auch niemanden erreichen können. read more

Meine Wunschliste der kälter werdenden Jahreszeit 2025

Meine Wunschliste der kälter werdenden Jahreszeit 2025

Im Zuge eines Blogging Events von Judith Peters, dem Blogtoberfest, wurde ich mit der Idee konfrontiert, einen „persönlichen“ Blogbeitrag zu schreiben, in dem ich eine Art bucket-list (eine „to-want“ Liste) für das nächste Quartal aufliste und warum.

Warum ich keine to-want Liste schreibe

Sie lädt dabei ein, statt einer „to-do“-Liste eine „to-want“-Liste zu schreiben, was ein spannender Ansatz ist, unser Hirn neu zu verkabeln. Ich rede oft davon, wie ausschlaggebend es ist, welche Worte wir nutzen, weil sie Auswirkungen darauf haben, wie wir uns tatsächlich fühlen. Und dennoch ist da so ein komisches Gefühl. Als würden wir nur das ganze schönreden, aber an der Wurzel nichts ändern. Je mehr ich mich mit der Frage jedoch auseinander gesetzt habe, wurde aus der „to-want“-Liste eine „want“- und dann eine Wunsch-Liste.
Es nimmt den Druck heraus, irgendwas erledigen zu müssen. Es ist im Grunde das, was ich ohne Struktur oder Namen schon die ganze Zeit mache, nur bisher nie hier veröffentlicht habe. read more