Die Gesichter der Armut

Die Gesichter der Armut

Wie wir Armut anders betrachten und neu definieren können

Auch wenn ich es als Kind manchmal glaubte, war ich nie wirklich finanziell arm. Dadurch hatte ich auch das Privileg, eine umfangreiche Ausbildung zu genießen. Dass ich aber in anderen Bereich verarmt war, hatte ich lange Zeit gar nicht begriffen. Erst schön langsam erkenne ich die unterschiedlichen Gesichter und Formen von Armut, und was sie für Auswirkungen haben. Und dass das Fehlen von etwas und das Haben von etwas anderem nicht automatisch das GefühI auslöst, arm oder reich zu sein.

Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

„Was? Du führst mehrere Stunden täglich Gespräche mit Leuten, die auf der ganzen Welt verteilt sind?“ – Diese Worte eines guten Freundes haben mich nicht losgelassen. Auch wenn es Teil meiner Arbeit ist, wusste ich, dass ich mich mal wieder in einer Sackgasse des Lebens verlaufen hatte. Ich war im Grunde 24/7 erreichbar, und die Folgen dessen waren sichtbar. Deshalb hatte ich direkt nach Weihnachten spontan beschlossen, nach längerer Zeit mal wieder „offline“ zu gehen. Ich wollte zumindest einen Tag lang für andere nicht erreichbar sein und auch niemanden erreichen können. read more

Selbständigkeit ist der Tod der Begeisterung

Selbständigkeit ist der Tod der Begeisterung

Seit 2018 bin ich Selbständig. Wirklich so fühlen tue ich mich aber erst seit wahrscheinlich 1-2 Jahren. Und seitdem erkenne ich auch langsam immer mehr, wie meine Begeisterung, mit der ich ursprünglich in die Sache hineingegangen bin gestorben ist in dem Moment, wo ich etwas draus machen wollte. Wo es nicht mehr ausgereicht hat, dass ich Freude daran hab, etwas zu tun, sondern wo es einem Zweck dienen sollte. Wo es Geld machen sollte. Wo es potentielle Kunden anziehen sollte. Kurz, wo ich es nicht mehr für mich gemacht habe. read more

Dagegen oder dafür?

Dagegen oder dafür?

Viele Menschen, speziell im non-profit Bereich, verbinden mit Profit eigentlich eine Menge negativer Dinge. Wir setzen dann Profit oft automatisch mit Ausbeutung gleich. Aber vielleicht ist es an der Zeit, das zu ändern. Und dann können wir immer noch entscheiden, ob wir eine "für den guten Zweck" (for purpose) oder eine "für Werte" oder "für was auch immer" Organisation haben, aber dann steigen wir zumindest mal aus der Negativpendelbewegung aus.