Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

Die totale Erreichbarkeit und der schleichende Verlust der Stille

„Was? Du führst mehrere Stunden täglich Gespräche mit Leuten, die auf der ganzen Welt verteilt sind?“ – Diese Worte eines guten Freundes haben mich nicht losgelassen. Auch wenn es Teil meiner Arbeit ist, wusste ich, dass ich mich mal wieder in einer Sackgasse des Lebens verlaufen hatte. Ich war im Grunde 24/7 erreichbar, und die Folgen dessen waren sichtbar. Deshalb hatte ich direkt nach Weihnachten spontan beschlossen, nach längerer Zeit mal wieder „offline“ zu gehen. Ich wollte zumindest einen Tag lang für andere nicht erreichbar sein und auch niemanden erreichen können. read more

Selbständigkeit ist der Tod der Begeisterung

Selbständigkeit ist der Tod der Begeisterung

Seit 2018 bin ich Selbständig. Wirklich so fühlen tue ich mich aber erst seit wahrscheinlich 1-2 Jahren. Und seitdem erkenne ich auch langsam immer mehr, wie meine Begeisterung, mit der ich ursprünglich in die Sache hineingegangen bin gestorben ist in dem Moment, wo ich etwas draus machen wollte. Wo es nicht mehr ausgereicht hat, dass ich Freude daran hab, etwas zu tun, sondern wo es einem Zweck dienen sollte. Wo es Geld machen sollte. Wo es potentielle Kunden anziehen sollte. Kurz, wo ich es nicht mehr für mich gemacht habe. read more

Dagegen oder dafür?

Dagegen oder dafür?

Viele Menschen, speziell im non-profit Bereich, verbinden mit Profit eigentlich eine Menge negativer Dinge. Wir setzen dann Profit oft automatisch mit Ausbeutung gleich. Aber vielleicht ist es an der Zeit, das zu ändern. Und dann können wir immer noch entscheiden, ob wir eine "für den guten Zweck" (for purpose) oder eine "für Werte" oder "für was auch immer" Organisation haben, aber dann steigen wir zumindest mal aus der Negativpendelbewegung aus.

Ich bin eine Aussätzige

Ich bin eine Aussätzige

Jetzt, wo die nächsten Einschränkungen aufgrund der Pandemie anstehen, fühle ich mich wirklich wie eine Aussätzige, nur weil ich (noch?) nicht geimpft bin.

Und es wäre so einfach, mich anzupassen und mein Leben weiterzuleben, aber dann würde ich die Kämpfe der Ungeimpften gar nicht mehr sehen. Ich wäre nicht mehr in der Lage, mich in all die Gefühle hineinzuversetzen, die da aufkommen. Mich wie ein Ärgernis zu fühlen, wie ein Bürger zweiter Klasse. Wie jemand, den alle anderen nur tolerieren und am liebsten loswerden oder zumindest nicht mehr sehen wollen. Ich könnte einfach mit meinem Leben weitermachen. read more