Denkanregung

Denkanregung

Es wird viel über Klimaveränderung geredet, und was wir tun oder nicht tun sollen. Viele haben eine Meinung darüber, wie wir diese Veränderungen „stoppen“ können, wobei es wahrscheinlich eher um das Verlangsamen geht. Aber alle geht davon aus, dass wir Menschen das ganz von alleine können oder müssen, weil wir so intelligent sind (und vielleicht auch weil wir zu großen Teilen Verursacher davon sind). Ich habe hier zwei Videos, die meiner Ansicht nach sehr schön veranschaulichen, dass die Intelligenz des Hirns nicht unbedingt ausschlaggebend sein muss bei Veränderung, vielleicht sogar kontraproduktiv ist: read more

The Great Turning – Tiefe Ökologie

The Great Turning – Tiefe Ökologie

Vor ein paar Wochen habe ich eine Reise in den pazifischen Nordwesten der USA unternommen. Dabei bin ich unter anderem über eine öffentliche Ausstellung von Studenten der Antioch Universität Seattle gestolpert. Es war das Abschlussprojekt ihres Kurses The Great Turning (als etwas lose Übersetzung hierfür habe ich „Tiefe Ökologie“ gefunden), der auf Inhalten einiger Bücher von Joanna Macy basiert. Das wohl bekannteste ist Die Reise ins lebendige Leben. Ich hatte nur kurz davor durch Zufall (falls man an sowas glauben möchte) davon erfahren, und hatte damals keine Ahnung, wie sehr es mich genau an den Ort gebracht hat, wo ich sein sollte. read more

Zusammenhänge verstehen

Zusammenhänge verstehen

Vor einiger Zeit hat mir ein Freund von einer interessanten Methode erzählt, wie man Kinder aufwachsen lassen kann, die von der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler entwickelt wurde. Eines der Hauptprinzipien dieser Methode ist es, Kindern nicht zu „helfen“, in Positionen oder an Orte zu gelangen, die sie alleine noch nicht erreichen würden. Das bedeutet zum Beispiel, dass wenn man ein Baby in eine sitzende Position bringt, bevor es sich selbst aufsetzen kann, wird es sich unsicher fühlen, und nicht wissen, wie es aus dieser Position wieder herauskommt und wahrscheinlich Stress empfinden. Wenn man aber Geduld hat, bis sich das Baby selbst aufsetzen kann, wird es viel stabiler und selbstsicherer sein, und sich stolz fühlen, weil es eine Herausforderung angenommen und erfolgreich bewältigt hat. read more

Gegen den Strom schwimmen

Gegen den Strom schwimmen

Vor Kurzem habe ich einen Song von Milow gehört, mit dem Titel "Against the tide" (Gegen den Strom), und meine Sichtweise auf die Welt wurde ein Stück weit erweitert. Gegen den Strom zu schwimmen bedeutet ja im übertragenen Sinne, dass man etwas tut, das gegensätzlich zur generellen Haupt-Richtung der Masse ist, oder dass man nicht das tut, das alle anderen tun. Wie ich es inzwischen sehe - mit dem Bild eines Flusses - ist, dass es nicht zwei sondern zumindest drei unterschiedliche Wege gibt etwas zu tun, bzw. generell sein Leben zu leben.

Loslassen

Loslassen

Das Konzept des Loslassens ist äußerst faszinierend. Es wird gesagt, dass durch das Loslassen und nicht Festhalten an Dingen, Menschen, Gefühlen, man viel mehr gewinnt als das was man festhalten wollte. Das verlangt jedoch ein gewisses Maß an Vertrauen in Dinge, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Abhängig von der Situation und auch der inneren Entwicklung ist dieses Vertrauen schwerer oder leichter anzunehmen und zu akzeptieren. Aber solange das Loslassen nur ein Konzept ist – nur eine Theorie – ist es sehr schwer, Vertrauen dafür aufzubringen. Selbst wenn man es schon ein paar Mal erlebt hat, und positiv überrascht wurde, dass das Loslassen tatsächlich funktioniert, kommt dieses Vertrauen anscheinend nicht natürlich. Ist es etwas, das wir niemals hatten, oder hat die Art und Weise wir wir heutzutage leben, und die Art wie wir von unseren Eltern und Großeltern gelernt haben die Welt zu sehen, uns dazu gebracht, dieses Vertrauen zu verlernen oder zu verdrängen? read more